Wärmeschutz

Wärmeschutz im Passivhaus realisieren


In einem Passivhaus herrscht bei konsequenter Ausführung sowohl im Sommer als auch im Winter eine behagliche Temperatur.

Im Winter sind große südliche Fenster nützlich zur Gewinnung solarer Wärme. Genau dies ist jedoch im Sommer problematisch. Dann muss eine Überhitzung durch Verschattungssysteme verhindert werden. Es gilt die Regel, dass nur 40 % der Südfassade verglast werden sollten, damit nicht zu viel solare Energie in das Innere des Hauses dringt. Zusätzlich ist ein Sonnenschutz für Passivhausfenster unbedingt notwendig. Dies kann aber nicht durch mechanisch betriebende Außenjalousien erfolgen. Bei diesen würde nämlich eine Mauerdurchdringung vorliegen, die nicht luftdicht ist und eine Wärmebrücke bildet. Unabhängig davon gibt es verschiedene Möglichkeiten des Sonnenschutzes. Am Einfachsten sind Rollos oder Rolladen, die von innen an die Fenster angebracht werden. Von dieser Methode ist jedoch abzuraten, da sich die Wärme hierbei zwischen Fenstern und Rollos, also im Inneren des Hauses bildet. Ratsam dagegen sind Varianten der Außenschattierung. Dies kann zum Beispiel durch eine Markise, ein Sonnensegel oder Außenjalousien erfolgen. Markisen und Sonnensegel sind jedoch nur eine Lösung für das Erdgeschoss. Sonnensegel stellen hierbei eine preiswerte Möglichkeit dar. Allerdings sind sie unpraktisch. Sie werden manuell im Frühling aufgespannt und im Herbst wieder abgenommen. Ausfahrbare Markisen bilden hierbei die komfortablere Variante. Sie sind jedoch sehr anfällig. Platzsparend sind neben Außenjalousien verschiebbare Außenläden. Sie laufen entweder in einer Schiene oder auf Rollen. Sowohl bei den Läden als auch bei Jalousien ist ein elektrischer Antrieb vorteilhaft, da so ein temperaturgesteuerter automatischer Betrieb möglich ist, der auch bei Abwesenheit aufrecht erhalten werden kann.


Verschattete Fenster dank ausziehbarer Markisen.


Empfehlenswert ist außerdem ein konstruktiver Sonnenschutz. Dieser kann zum Beispiel in einem Dachüberstand bestehen. Dadurch werden die Fenster im Sommer zum Teil verschattet. Im Winter jedoch, wenn die Sonne tiefer steht, kann die Sonnenenergie trotzdem zur Wärmegewinnung genutzt werden.



 

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Publiziert am: Sonntag, 20. Juli 2008 (3361 mal gelesen)
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