Natürlich ist die Errichtung eines Passivhauses und die Sanierung eines bestehenden Gebäudes zum Passivhaus kostspieliger als ein herkömmlicher Bau.
Mehrkosten entstehen für die verbesserten Fensterkonstruktionen, für die Dämmung und für die Lüftung. Dennoch wird die Rentabilität einer Komplettsanierung im Passivhausstil oder eines Neubaus diesen Standards oft unterschätzt. Die teilweise Sanierung erweist sich langfristig oft als wesentlich teurer. Insgesamt betragen die Mehrkosten beim Neubau eines Passiv-Einfamilienhauses ca 6 – 10 % der Bausumme, bei Sanierungen kann mit 10 – 15 % gerechnet werden. Diese Mehrkosten verringern sich, je größer und kompakter das Gebäude ist. Jedoch muss bei dieser Berechnung beachtet werden, dass Kosten für Energie, Schornsteinfeger und Gasanschluss und Heizungsanlage nicht anfallen. So ist es sogar möglich, dass die höheren Kosten schon nach wenigen Jahren durch Einsparungen gedeckt werden. Aber auch Wartungskosten, Haltbarkeit der Bauteile und Kreditzinsen sind zu beachten. Insgesamt ist aber ein Zeitraum von 20 – 30 Jahren zu betrachten und in diesem Zeitraum amortisieren sich alle Zusatzkosten mehrfach.

Zusätzlich werden die Mehrkosten von regionalen Förderprogrammen und der Passivhaus-Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgefangen. Die KfW fördert den Bau von Passivhäusern mit 50.000 €.
Weitere Informationen zu den Förderprogrammen gibt es hier:
Förderprogramme zum Passivhausbau
