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Fenster und Türen

3-Glas-Fenstersysteme und Türen im Passivhaus


Gerade Fenster und Türen können sowohl in der Fläche als auch an den Übergängen über die erfolgreiche Errichtung eines Passivhauses entscheiden.

Die Fenster stellen Herausforderungen sowohl durch die Glasfläche als auch an den Übergängen zur Hauswand dar. Die Lutdichtheit der Gebäudehülle darf auch durch die Fenster nicht unterbrochen werden. Die Rahmen müssen also passgenau und wärmebrückenfrei eingearbeitet werden. Die Glasscheiben dürfen nicht zu viel Wärmeenergie an die Außenluft abgeben und sollen dabei trotzdem auch optischen Ansprüchen genügen.
Die U-Werte (Wärmedurchgangskoeffizienten) von Fenstern dürfen nicht mehr als 0,8 W/m²K betragen. Die g-Werte (= Gesamtenergiedurchlassungsgrad,) sollen um die 50 % liegen. Bei der Ermittlung dieser Werte wird die gesamte Fensterkonstruktion, also sowohl die Gläser, als auch die Rahmen und die Verbindung berücksichtigt. Hierbei ist eine Dreifach-Verglasung zur Isolierung vorgesehen. Die Gläser verfügen über 2 Infrarot reflektierende Beschichtungen. Diese sind mit Krypton oder Argon gefüllt. Nur so kann erreicht werden, dass die Oberflächentemperaturen der Fensterinnenseiten annähernd der Raumtemperatur entsprechen.



Eine besondere Rahmenkonstruktion mit Zwischenlagen aus druckfesten Schaumdämmstoffen oder mehreren hintereinander geschalteten Luftkammern ist Voraussetzung. Die Fensterrahmen werden überwiegend aus Holz mit Polyurethanschaum, Kunststoff oder Aluminium hergestellt. Die Verluste durch Wärmebrücken am Übergang am Rahmenrand können durch einen tieferen Randeinstand verringert werden. Zusätzlich dazu werden Warm-Edge-Systeme verwendet. Das sind thermisch getrennte Abstandshalter.

Ideal ist eine südliche Ausrichtung der Hauptfensterflächen:


 

Die Haustür stellt eine der größten Herausforderungen dar, da sie, obwohl sie ständig geöffnet wird, die gleichen strengen Voraussetzungen wie die übrigen Elemente des Passivhauses erfüllen muss. Ein Problem hierbei ist, die ausreichende Luftdichheit zu erreichen. Fenster werden durch eine Verriegelung an den Rahmen gedrückt. Dies ist bei der Haustür nicht ohne Weiteres möglich. Es gibt jedoch Varianten in denen dieses Ziel durch Drehknöpfe oder Hebel erreicht werden kann.

Die Haustür kann zum Teil aus Glas bestehen, wenn sich nicht auf der Nordseite des Hauses liegt, da sonst die Wärmeverluste zu groß wären. Zur weiteren Vermeidung von Wärmeverlusten ist ein Windfang hinter der Haustür sinnvoll. Am effektivsten jedoch ist eine Art Luftschleuse. Diese besteht aus einer gut gedämmten Haustür, einem kleinen Flur und anschließend noch einer Tür, die in den Wohnbereich führt.
Nicht nur die Qualität der Fenster, Rahmen und Haustüren ist entscheidend für die Funktionsweise des Passivhauses. Auch der Einbau muss in Bezug auf Luftdichtheit und Wärmebrückenfreiheit optimiert sein. Selbst kleinste Fehler können über Erfolg und Nichterfolg des Baus entscheiden. Gerade bei diesen Passivhauselementen sollte daher verstärkt darauf geachtet werden, dass Planung und Einbau Hand in Hand verlaufen und von erfahrenen Unternehmern durchgeführt werden.




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