
Glossar
Das Glossar zum Passivhaus
AbluftLuft, die aus dem Wohnraum abgesaugt und nach außen abgeführt wird Ab- und ZuluftventileÜber Abluftventile wird verbrauchte Luft aus Küche, Bad und WC
abgeführt. Wohn- und Schlafräume werden über Zuluftventile mit
temperierter Frischluft versorgt. AbsorberDer Absorber ist ein Bestandteil des Sonnenkollektors. Er besteht aus
Blechen, die schwarz beschichtet sind. Diese werden aus Materialien
mit guter Wärmeleitfähigkeit wie Aluminium oder Kupfer hergestellt. Auf
diese Weise können über 90 % der Sonneneinstrahlung in Wärme
umgewandelt und an einen Wärmeträger weitergegeben werden. AufsparrendämmungBei dieser Wärmedämmung liegt der Dämmstoff direkt auf dem Holzsparren. AufwandszahlDurch die Anlagenaufwandszahl kann die energetische Effizienz eines
Anlagensystems dargestellt werden. Sie drückt das Verhältnis von
Aufwand zu Nutzen aus, wobei der eingesetzte Brennstoff und die daraus
entstandene Wärmeleistung berücksichtigt werden. Sie stellt den
Kehrwert des bisher üblichen Wirkungsgrades das. Das Heizungssystem ist
umso effizienter, je kleiner der Wert ist. Wurde eine Anlagenaufwandszahl berechnet, so gilt sie nur für genau die Gebäudevariante, für die sie ermittelt worden ist. AusnutzungsgradDurch den Ausnutzungsgrad wird das Verhältnis der Wärmegewinne eines
Gebäudes zu deren Nutzbarkeit ausgedrückt. Dieser Wert geht im Sommer
gegen Null, da die Wärmegewinne durch solare Einstrahlung, elektrische
Geräte und Bewohner nur minimal genutzt wird. Im Winter und in den
Übergangsphasen dagegen werden die Wärmegewinne so weit wie möglich
genutzt, was einen wesentlich höheren Wert bedeutet. Außenluft- und FortluftöffnungenDurch das Wohnungslüftungsystem wird die verbrauchte Luft nach außen
abgeführt und dem Wohnraum frische Luft zugeführt. Die Öffnungen für
Ab- und Zuluft sind dabei so angebracht, dass eine unmittelbare
Wiederansaugung ausgeschlossen werden kann. BehaglichkeitDie thermische Behaglichkeit hängt von einem Zusammenspiel
verschiedener Faktoren und Zuständen ab. Dazu gehören die Temperatur
der Raumluft und der Wand- und Bodenoberflächen, die Luftfeuchtigkeit
und die nicht verallgemeinerbaren Vorlieben der einzelnen Bewohner. Beheiztes Gebäudevolumen (Ve)Das beheizte Gebäudevolumen ist der unter Verwendung der Außenmaße
ermittelte umschlossene Raum eines Gebäudes, der beheizt werden muss.
Dazu gehören entweder das gesamte Gebäude oder nur die Teilbereiche
eines Gebäudes, die beheizt werden. Beheizte WohnflächeDie beheizte Wohnfläche umfasst nur die innerhalb der Wohnung
tatsächlich genutzte Fläche und ist daher kleiner als die
Gebäudenutzfläche, da diese normalerweise auch indirekt beheizte
Flächen wie Flure und Treppenhäuser einbezieht. BHKW - BlockheizkraftwerkEin BHKW gehört zu den Heizkraftwerken. Es funktioniert mit einem
Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip. Es produziert somit bei der
Stromerzeugung auch Wärme, die zu Heizzwecken genutzt werden kann.
Sowohl Strom als auch Wärmeenergie werden dort produziert, wo sie
genutzt werden. Es entstehen somit keine Verluste durch Strom- oder
Fernwärmeleitungen. Auf diese Weise kann ein BHKW einen Wirkungsgrad
von über 90 % erreichen. Blower-Door-TestMit dem Blower-Door-Test kann die Luftdichtheit eines Gebäudes kontrolliert werden. Dazu wird bei geschlossenen Fenstern und Eingangstüren mit einem
Ventilator ein Differenzdruck von 50 Pa erzeugt, der dann über einen
längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden muss. Aus der Luftmenge, die
notwendig ist, um den Druck zu erhalten, ermittelt sich die
Luftwechselrate. Ist diese zu hoch, müssen Undichtheiten in der
Gebäudehülle ausfindig gemacht und ausgebessert werden. BrennstoffzelleIn einer Brennstoffzelle wird Strom und Wärme erzeugt. Hierbei wird
chemische Energie, die gespeichert ist, in elektrische Energie
umgewandelt. Ermöglicht wird dies durch eine kontrollierte Reaktion von
Wasserstoff und Sauerstoff, wodurch ein sehr hoher Wirkungsgrad
erreicht werden kann. BrennwertkesselBrennwertkessel nutzen die Energie, die im Brennstoff enthalten ist
sehr effizient, indem sie es ermöglichen, dass die bei Abkühlung der
Abgase entstehende Kondensationswärme gewonnen werden kann. Dies
funktioniert am Besten unter der Verwendung von Erdgas. BypassDurch eine Bypassleitung wird ein Luftstrom vom Hauptrstrom getrennz
den Wohnräumen zugeleitet. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn
ein Raum, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, eine niedrigere Temperatur
haben soll, als der übliche Wohnraum. Dampfbremse, DampfsperreDurch die Dampfbremse und die Dampfsperre wird die Luftdichtheit des
Hauses hergestellt. Wasser, das als Dampf die Dämmschicht durchdringt,
kann bei starken Temperaturunterschieden kondensieren und sich als
Feuchtigkeit in den Bauteilen absetzen. Dieser Vorgang wird durch
Dampfsperre und -bremse minimiert. Die Dampfsperre verhindert die
Dampfdiffusion, während sie durch die Dampfbremse nur gebremst wird. DiffusionEin Raum wird von Gasmolekülen, die stets in Bewegung sind, gleichmäßig
ausgefüllt. Dadurch entsteht bei gleicher Temperatur ein bestimmter
Dampfdruck. Durch beispielsweise verschiedene Luftfeuchtigkeiten in
Innen- und Außenräumen entsteht ein Dampfdruckgefälle. Allein durch
dieses Druckgefälle entsteht unabhängig von Wind oder
Temperaturunterschieden eine Ausgleichsströmung, die Diffusion genannt
wird. Diese Diffusion kann durch alle Schichten gehen. Es gibt für
Bauteile Dampfdiffusionswiderstandszahlen, die angeben, wie stark der
Dampf zurückgehalten wird. Diffuse StrahlungSonnenlicht wird durch Kontakt zum Beispiel mit Wolken, Bergen,
Gebäuden gestreut. Dadurch erreicht uns diese Solarstrahlung aus allen
Richtungen und nicht in gebündelten Strahlen aus Richtung des
Sonnenstands. Die diffuse Strahlung kommt etwa genauso häufig vor, wie
die direkte. Direkte StrahlungEin Teil der Solarstrahlung trifft direkt auf den Kollektor auf. Diese
hatte vorher keinen Kontakt mit anderen Elementen oder konnte diese
ungebrochen durchdringen. Diese Strahlung wirkt intensiver als die
diffuse Einstrahlung. Endenergiebedarf
Der Endenergiebedarf ist die genormte Energiemenge, die für die
Gebäudebeheizung und Warmwasseraufbereitung aufgebracht werden muss.
Dabei wird der Heizwärmebedarf, der Warmwasserbedarf und die jeweiligen
Energieverluste berücksichtigt. Ebenso wird die Energie berücksichtigt,
die für den Betrieb der Anlagen notwendig ist. Diese so genannte
Hilfsenergie wird ab der Gebäudehülle angesetzt. Der tatsächliche Wert weicht jedoch meist von der Berechnung ab, da
individuelle Gegebenheiten vor Ort oder der Bewohner nicht den
genormten Daten entsprechen. EnergiebilanzDie Energiebilanz ist die Summe sämtlicher Energiegewinne und -verluste von einem Gebäude. EnergieeffizienzDurch die Energieeffizienz wird angegeben, wie wirksam aufgewandte
Energie umgesetzt wird. Die Energieeffizienz wird überwiegend als
Wirkungsgrad mit einem Wert zwischen 0 und 100 % angegeben. Energiepass/EnergieausweisAus dem Energiepass lässt sich der energetische Zustand eines Gebäudes
ablesen. Wird ein Gebäude neu gebaut, ist die Ausfertigung dieses
Ausweises bereits seit dem Jahr 2002 verpflichtend. Soll ein bereits
bestehendes Gebäude neu verkauft, vermietet oder verpachtet werden, ist
der Vorweis eines solchen Ausweis seit dem 01.07.2008 Pflicht. Energiesparverordnung (EnEV)Die am 01.10.2007 in Kraft getretene Energiesparverordnung löst die
vorherigen Versionen aus 2002 und 2004 ab. Durch die
Energiesparverordnung sollen Gebäude ganzheitlich geplant werden. Die
Gebäudehülle und die Anlagentechnik sollen optimal zusammenspielen und
aufeinander abgestimmt sein. Dazu werden wesentliche Eigenschaften wie
Gebäudedichtheit, Energiebedarf oder die Nachrüstung von
Heizungsanlagen geregelt. EnthalpieDie Enthalpie ist die Summe aus der latenten und der fühlbaren Wärmeabgabe. ErdreichwärmetauscherDer Erdwärmetauscher ergänzt sinnvoll die Lüftungsanlage eines Passivhauses. Die Temperatur des Erdreiches unterschreitet in 1 m Tiefe nicht die
Frostgrenze und bleibt im Sommer unter 20 ° C warm. Wird die Außenluft
durch den Erdreichwärmetauscher geführt, wird ihre Temperatur bereits
der Wunschtemperatur angenähert, so dass im Winter die Lüftungsanlage
vor Vereisung geschützt und im Sommer die Außenluft vorgekühlt wird.
Auf diese Weise wird die Effiezienz der Lüftungsanlage gesteigert. Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)Durch das „Gesetzt für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ wird die
Vergütung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien
festgelegt. Es hat zum Ziel, die Stromversorgung aus erneuerbaren
Energien bis 2010 auf 12,5 % und bis 2020 auf mindestens 20 % zu
erhöhen. So wird zum Beispiel geregelt, dass 7,67 Cent pro kWh für die
Einspeisung von Strom aus Wasserkraft gezahlt werden. Für Strom aus
Solarkollektoren werden sogar mindestens 45,7 Cent gezahlt. FortluftDie Fortluft ist die aus dem Wohnraum abgesaugt Luft. Sie wird durch
den Wärmetauscher geführt, wo sie der einströmenden Luft ihre Wärme
ableitet. Anschließend wird sie nach außen geleitet. Fossile BrennstoffeZu den fossilen Brennstoffen zählen Bodenschätze, die im während
mehrerer Millionen von Jahren aus Biomasse entstanden sind. Dazu
gehören Öl, Kohle und Gas. Die Verbrennung dieser Energieträger
belastet die Umwelt und die Förderung ist oftmals nur unter sehr
schwierigen Bedingungen möglich. Außerdem sind die Vorkommen fossiler
Brennstoffe nicht unbegrenzt. Gesamtenergiedurchlassgrad (gF-Wert)Der Gesamtenergiedurchlassungsgrad gibt als g-Wert an, wie stark
Sonneneinstahlung durch verglaste Außenflächen eintritt und als solarer
Ertrag genutzt werden kann. Dazu zählen sowohl die kurzwellige als auch
die langwellige Stahlungen. Auch der Wärmegewinn durch die Aufheizung
der Scheiben wird berücksichtigt. HeizenergiebedarfDer Heizenergiebedarf ist die Energiemenge, die einem Gebäude unter
bestimmten Bedingungen zugeführt werden muss um Beheizung,
Warmwasserbereitung und Lüftung gewährleisten und ein festgelegtes
Raumklima herstellen zu können. HeizenergieverbrauchDer Heizenergieverbrauch gibt den gesamten Energieverbrauch eines Heizsystems an. HeizlastDie Heizlast die die Wärmemenge, die einem Innenraum zugeführt werden
muss, damit ein bestimmtes Raumklima hergestellt und gehalten werden
kann. HeizleistungDie Heizleistung ist der Wärmestrom, der von einem Wärmeerzeuger oder einem Wärmetauscher abgegeben werden kann. HeizperiodeDie Heizperiode ist der Zeitraum, in dem ein Gebäude unabhängig von der
Warmwasserbereitung beheizt werden muss. Bei Passivhäusern ist diese
Heizperiode ca ¼ Jahr lang, während Altbauten meist ein ¾ Jahr beheizt
werden müssen. HeizstabHeizstäbe bestehen aus Metallen,die sich erwärmen, wenn man Strom durch
sie hindurch leitet. Auf diese Weise können Trägermedien erwärmt werden. HeizwärmebedarfDer Heizwärmebedarf gib an, welche Wärmemenge pro m²
Bruttogeschossfläche im Jahr durchschnittlich zur Beheizung der Räume
notwendig ist. Dabei wird der Energiebedarf für die
Warmwasseraufbereitung und der Energieaufwand für Klimaanlagen zur
Kühlung nicht berücksichtigt. HilfsenergieDie Hilfsenergie wird nicht direkt als Heizenergie verwendet. Sie ist
notwendig, um beispielsweise die Pumpen oder die Lüftungsanlage
anzutreiben. HüllflächeDie Hüllfläche umschließt das Gebäudevolumen, dass gedämmt werden muss.
Um möglichst gute Dämmwerte zu erzielen, sollte das Verhältnis von
Hüllfläche zu Gebäudevolumen möglichst gering sein. Innere WärmequellenInnere Wärmequellen sind von dem Heizsystem unabhängige Wärmequellen
innerhalb der Räume. Dazu gehören unter anderem die Bewohner und
elektrische Geräte. Interne WärmegewinneBewohner eines Passivhauses strahlen Wärme aus. Dies gilt auch für
elektrische Geräte wie zum Beispiel Glühbirnen, Herdplatten und
Kühlschränke. Diese Energiemengen tragen zur Erwärmung der Raumluft bei
und werden als interne Wärmegewinne bei der Planung eines Passivhauses
berücksichtigt und sind für die Funktionsweise unerlässlich. IsothermenDurch Isothermen werden thermische Zustände sichtbar gemacht und somit
verdeutlicht. Isothermen sind fiktive Linien. Durch sie werden Orte mit
gleichen Temperaturen, die sich in einem Baustoff befinden, verbunden. Jahres-PrimärenergiebedarfDer Jahresprimärenergiebedarf bezeichnet die Summe aller für die
Beheizung eines Gebäudes notwendige Energiemengen. Dazu gehört
einerseits der Energieinhalt des Brennstoffes, die Hilfsenergien zum
Betrieb der Anlagentechnik. Anderseits umfasst der
Jahresprimärenergiebedarf auch die für die Gewinnung, Umwandlung und
Verteilung des Brennstoffes notwendige Energiemenge. KfW40 - Energiesparhaus/KfW-Effizienzhaus 55
Ein KfW40-Haus zeichnet sich dadurch aus, dass der
Jahres-Primärenergiebedarf maximal 40 kWh pro m² Grundfläche beträgt.
Dabei muss zusätzlich der Transmissionswärmeverlust stets mindestens 45
% unter dem Höchstwert liegen, der in der EnEV 2007 angegeben ist. Die Errichtung eines Gebäudes, das diese Voraussetzungen erfüllt, kann
durch ein zinsgünstiges Darlehen der KfW (Kreditanstalt für
Wiederaufbau) gefördert werden. Die Bezeichnung KfW40-Energiesparhaus
wurde jüngst in KfW-Effizienzhaus 55 erneuert. Das Effizenzhaus 55
darf, sofern es die KfW-Förderung in Anspruch nehmen möchte, nur 55
Prozent von den Höchstwerten gemäß der EnEV (2007) hinsichtlich des
Jahresprimärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlustes
erreichen. KfW60 – Energiesparhaus/KfW-Effizenzhaus 70
Ein KfW60-Haus zeichnet sich dadurch aus, dass der
Jahres-Primärenergiebedarf maximal 60 kWh pro m² Grundfläche beträgt.
Dabei muss zusätzlich der Transmissionswärmeverlust stets mindestens 30
% unter dem Höchstwert liegen, der in der EnEV 2007 angegeben ist. Die Errichtung eines Gebäudes, das diese Voraussetzungen erfüllt, kann
durch ein zinsgünstiges Darlehen der KfW (Kreditanstalt für
Wiederaufbau) gefördert werden. Die Bezeichnung KfW60-Energiesparhaus
wurde jüngst in KfW-Effizienzhaus 70 erneuert. Das Effizienzhaus 70
darf, sofern es die KfW-Förderung in Anspruch nehmen möchte, nur 70
Prozent von den Höchstwerten gemäß der EnEV (2007) erreichen. Komfort – LüftungsanlageDie Komfort-Lüftungsanlage mit Wärmetauscher ist eine der
Voraussetzungen für den erfolgreichen Betrieb eines Passivhauses. Sie
ist zuständig für den Luftaustausch und sorgt somit für eine gute
Luftqualität. Verbrauchte Luft wird aus Küche, Bad und WC abgesogen und
die durch den Wärmetauscher vorerwärmte Frischluft wird den
Wohnbereichen zugeführt. Gleichzeitig wird die Luft durch den
regelmäßigen Austausch und den Einsatz von Filtern von Staub und Pollen
gereinigt. Konstruktions-GrundflächeDie Konstruktions-Grundfläche bildet die Summe der Grundflächen von
allen aufgehenden Bauteilen der Grundrissebenen. Dazu gehören auch die
Grundflächen nicht begehbarer Schächte oder Schornsteine, ebenso wie
Türöffnungen oder Nischen. Die Konstruktions-Grundfläche wird in
Fußbodenhöhe gemessen, wobei vorstehende Teile von Tür- oder
Fensterbekleidungen und Fußleisten außer Acht gelassen werden. KonvektionAls Konvektion bezeichnet man den Wärmetransport über eine
Materialströmung. Zu den alltäglichsten Konvektionserscheinungen gehört
der Wind. Diese Strömungen kommen auch in hohen Geschwindigkeiten vor
und stellen die häufigste Ursache von Tauwasserschäden dar. Kraft-Wärme-KopplungEin System mit Kraft-Wärme-Kopplung vereint die Erzeugung von elektrischer Energie und nutzbarer Wärme in einem Prozess. k-Wert:Der k-Wert ist die alte Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Die moderne Bezeichnung lautet U-Wert. Dieser Wert gibt an welcher Wärmestrom durch einen m² eines Bauteils
fließt, wenn zwischen Innen- und Außenseite ein Temperaturunterschied
von einem Kelvin besteht. Der Wärmeschutz des Bauteils ist um so
besser, je kleiner dieser Wert ist. LeistungszahlDie Leistungszahl gibt Aufschluss darüber, mit welchem Faktor die
eingesetzte Energie einer Wärmepumpe in Nutzwärme umgewandelt werden
kann. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz einer Wärmepumpe. LuftdichtheitPassivhäuser müssen luftdicht errichtet werden, da andernfalls
unkontrollierbare Luftströmungen zu hohen Wärmeverlusten führen.
Außerdem wird die Behaglichkeit eines Gebäudes stark eingeschränkt,
wenn die Gebäudehülle nicht luftdicht ist, da unter anderem
Zugerscheinungen und unerwünschte Schallübertragungen auftreten. Ein
weiteres Problem von nicht luftdichten Bauteilen ist, dass in diesen
Leckagen Schimmelpilz durch Kondensation der durchdringenden Luft
entstehen kann. Ob ein Gebäude luftdicht ist, lässt sich anhand des Blower-Door-Testes überprüfen. LuftfeuchteDie Luftfeuchtigkeit wird in % angegeben. Sie gibt an, in welchem Maß
die Luft durch die Aufnahme von dampfförmigen Wasser gesättigt ist. Wie viel Wasser von der Luft aufgenommen werden kann, hängt von ihrer
Temperatur ab. Kühlt Luft, die eine bestimmte Menge an Wasser
aufgenommen hat, ab, entsteht Kondensat. Auf ein Gebäude bezogen
bedeutet dies, dass Luft, die ein Außenbauteil durchdringt oder
berührt, gerade im Winter abgekühlt wird. Das so kondensierende Wasser
kann sich in den Bauteilen festsetzen und zu Feuchtigkeitsschäden
führen. Eine gute Wärmedämmung ist daher zur Vermeidung von
Feuchtigkeitsschäden unerlässlich. LuftschalldämmungAls Luftschalldämmung wird der Widerstand eines Stoffes gegen
Luftschall bezeichnet. Die Schalldämmung eines Bauteils wird durch das
Schalldämmmaß angegeben. LüftungswärmebedarfDurch den Lüftungswärmebedarf wird angegeben, welcher Heizwärmebedarf
durch die Erwärmung kalter Außenluft beim Lüftungsvorgang ist. LuftwechselzahlDurch die Luftwechselzahl wird angegeben wie oft das Luftvolumen eines
Gebäudes innerhalb einer Stunde komplett ausgetauscht wird. MindestluftwechselDer Mindestluftwechsel gibt den Quotienten aus dem Luftvolumenstrom,
der stündlich zwischen Außen- und Innenraumluft besteht, und dem
Raumvolumen an, der für eine hygienische Raumluftqualität mindestens
erforderlich ist. NachheizregisterAn manchen Wintertagen benötigt selbst ein Passivhaus eine zusätzliche
Erwärmung der Zuluft, um ein angenehmes Raumklima aufrecht zu erhalten.
Diese Nacherwärmung wird durchd as Nachheizregister im Lüftungssystem
ausgeführt. Netto-GrundflächeDie Netto-Grundfläche gibt die Differenz zwischen der
Brutto-Grundfläche und der Konstruktions-Grundfläche an. Die
Netto-Grundflächen unter Schrägen mit Höhen unter 150 cm sind hierbei
getrennt zu ermitteln. Die Netto-Grundfläche wird dann in Nutzflächen,
Verkehrsflächen und Funktionsflächen gegliedert. NiedrigenergiehausFür den Begriff des Niedrigenergiehauses gibt es keine eindeutige
Definition. Richtwerte besagen, dass ein Einfamilienhaus im
Niedrigenergiehausformat einen Heizwärmebedarf von weniger als 70 kWh
je m² Wohnfläche im Jahr haben darf. Als der Begriff des
Niedrigenergiehauses geprägt wurde, lag dieser Wert weit unter dem
Durchschnitt. Durch die Anforderungen der Energiesparverordnung ist ein
Niedrigenergiehaus mit einem solchen Heizbedarf jedoch zum Standard
geworden. NullenergiehausEin Nullenergiehaus benötigt über das gesamte Jahr betrachtet
rechnerisch keine externe Energie, da die für Heizung, Warmwasser und
Elektrogeräte notwendige Energiemenge durch am Haus erzeugt wird. Dies
erfolgt unter anderem über Solaranlagen oder Wärmepumpen. NutzenergiebedarfDer Nutzenergiebedarf gibt an, wie viel Energie von einem Heizsystem
unter bestimmten Bedingungen abgegeben werden muss, damit sowohl der
Heizwärmebedarf als auch der Warmwasserbedarf gedeckt werden kann. PhotovoltaikPhotovoltaikanlagen werden zumeist auf der Südseite eines Hausdaches
angebracht. Durch Solarzellen wird die Sonneneinstrahlung in
elektrische Energie umgewandelt. Dies funktioniert, indem durch
absorbiertes Licht in den Solarzellen freie Elektronen erzeugt werden.
Dadurch entsteht eine elektrische Spannung, die die Ursache für das
Fließen des Gleichstroms ist. PlusenergiehausEin Plusenergiehaus ist ein besonderes Passivhaus. Es verbraucht
rechnerisch weniger Energie, als es gewinnen kann. Dies funktioniert
unter anderem durch Photovoltaikanlagen, Solarkollektoren oder
Erdwärmetauscher. PrimärenergieDer Begriff Primärenergie umfasst sämtliche Energieträger, die in der
Natur vorkommen, die also noch nicht technisch umgewandelt wurden. Dazu
gehören die erneuerbaren Energien wie Biomasse, Wasserkraft oder
Sonnenenergie, aber auch die endlichen Energien wie Kohle, Erdöl oder
Erdgas. Als Sekundärenergie bezeichnet man dann die Verarbeitung der Primärenergiestoffen, wie zum Beispiel elektrischen Strom. PrimärenergiebedarfSiehe Jahres-Primärenergiebedarf Solarer DeckungsgradDer solare Deckunsgrad gibt an, welcher Anteil der für den Betrieb
eines Gebäudes benötigten Energie durch solare Einstrahlung genutzt
werden kann. SolarspeicherDie Sonnenenergie kann üblicherweise nicht sofort verbraucht werden.
Daher ist der Einsatz eines Solarspeichers notwendig. Dieser besteht
aus einem Wasserbehälter, der ein Fassungsvermögen von mehreren Hundert
Litern hat. Durch die Solarenergie wird dieses Wasser erwärmt und kann
in den folgenden Tagen genutzt werden. Es muss jedoch möglich sein, den
Solarspeicher bei längeren Zeiträumen mit geringen solaren Erträgen
zusätzlich nachzubeheizen. SolarthermieDie Solarthermie ist der Fachbegriff für die Gewinnung von Wärme durch
Sonnenenergie. Kollektoren beinhalten eine Wärmeträgerflüssigkeit,
diese erhitzt sich durch Sonneneinstrahlung und überträgt diese Wärme
an das Nutzwasser. SoleDie Sole ist eine Mischung aus Wasser und Glykol, das als
Frostschutzmittel wirkt. Das Glykol muss dabei mindestens einen Anteil
von 25 % ausmachen um ausreichende Frostsicherheit zu gewährleisten. Das Gemisch zirkuliert angetrieben von einer Umwälzpumpe in den Sole-Wasser-Wärmepumpen, die die Erdwärme nutzen. SommerbypassDurch den Sommerbypass in einem Passivhaus kann verhindert werden, dass
die durch den Erdwärmetauscher abgekühlte Luft vor der Strömung in den
Wohnraum durch den Wärmetauscher der Abluft die Wärme entzieht. Die
Zuluft wird dazu an dem Wärmetauscher vorbeigeführt. SonnenschutzDer Sonnenschutz ist notwendig, um den Wohnraum im Sommer vor
ungewollter Erhitzung durch Sonneneinstrahlung zu schützen. Dabei
dürfen jedoch die solaren Erträge im Winter nicht beeinträchtigt
werden. In welcher Art und Weise der Sonnenschutz errichtet wird, hängt
von der geografischen Lage, der Ausrichtung des Gebäudes und dem Ausmaß
der Fenster ab. SorptionDurch die Sorption werden Moleküle aus einem Gasgemisch getrennt und in ein flüssiges oder festes Trägermaterial aufgenommen. StrahlungsverhaltenAls Strahlungsverhalten bezeichnet man die Reaktion der
Solareinstrahlung nach dem Kontakt mit einer Fläche. Dafür kommen die
Reflexion, die Absorbtion oder die Transmission in Betracht. Das
jeweilige Strahlungsverhalten hängt unter anderem von der
Beschaffenheit der Oberfläche und dem Einfallswinkel ab. ThermografieDurch die Thermografie werden Oberflächentemperaturen visuell
abgebildet. Dies erfolgt mit Hilfe einer Infrarotkamera, die nutzt,
dass elektromagnetische Wellen von jedem Gegenstand abgestrahlt werden.
Wie stark diese Strahlung ist, hängt von der Temperatur der einzelnen
Objekte ab. Daher lassen sich die Signale, die die Kamera erfasst,
einzelnen Temperaturen zuordnen, was durch unterschiedliche Farben
sichtbar gemacht wird. Aus diesen Bildern können nun Rückschlüsse auf Baumängel, Undichtheiten oder Wärmebrücken gezogen werden. TransmissionDie Transmission gibt an, wie viel Strahlung oder Wärme durch ein
Bauteil dringen kann. Zur Wärmedämmung sind Bauteile mit möglichst
geringer Transmission notwendig. TransmissionswärmeverlustDer Transmissionswärmeverlust gibt an wie stark der Wärmestrom durch
die Außenbeuteile pro Kelvin Temperaturunterschied ist. Er ist ein Maß
für die Qualität der Wärmedämmung der Gebäudehülle. Transparente Wärmedämmung (TWD)Als transparent Wärmedämmung bezeichnet man lichtdurchlässige
Fassadenteile, die meist aus Kunststoffen bestehen. Solche Elemente
dienen der Wärmeerhaltung im Inneren des Gebäudes und sorgen
gleichzeitig für einen geringeren Heizbedarf, da durch sie die
Solareinstrahlung besser genutzt werden kann. Trinkwasser-WärmebedarfDer Trinkwasser-Wärmebedarf bezeichnet die Nutzwärme, die notwendig ist, um die gewünschte Menge an Trinkwasser zu erwärmen. ÜberströmöffnungenPassivhäuser erfahren die Frischluftzufuhr über ein zentrales
Lüftungssystem. Die verbrauchte Luft wird aus Küche, Bad und WC
abgesaugt und die Frischluft wird den Wohnräumen zugeführt. Damit
dieses System funktioniert und die notwendige Luftwechselrate erreicht
werden kann, muss die Luft von Raum zu Raum strömen können. Um dies zu
ermöglichen, werden zwischen den einzelnen Räumen
Überströmungsöffnungen integriert. Dazu werden zum Beispiel
Lüftungsgitter an den Türen oder Wänden angebracht oder die Türen
lassen durch gekürzte Türblätter einen Spalt zum überströmen frei. Ueq-WertDer Ueq-Wert fasst den g-Wert, den UF-Wert und die solaren Wärmegewinne
entsprechend der Himmelsrichtung zusammen und stellt somit den Kennwert
von verglasten Flächen für den Wärmeschutznachweis dar. UF-WertDer UF-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient für Fenster. Er wird aus
dem U-Wert der Fensterfläche und dem des Rahmens bestimmt. UntersparrendämmungBei dieser Art der Wärmedämmung liegt der Dämmstoff auf der Raumseite unter dem Holzsparren. U-WertU-Wert ist das Kürzel für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er ist der
Kennwert für den Wärmefluss durch ein Bauteil in Watt je m², der bei
einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin zwischen Innen- und
Außenseite erfolgt. Je kleiner der U-Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz dieses
Bauteils. Hierbei wird jedoch die Wärmespeicherfähigkeit des Bauteils
bei solarer Einstrahlung nicht berücksichtigt. VerkehrsflächenDie Verkehrsflächen sind Flächen innerhalb eines Gebäudes, die nicht zu
den Nutz- und Funktionsflächen gehören. Dazu gehören Flächen, die die
Wege zwischen den einzelnen Räumen darstellen und Ausgänge. VolumenstromDer Volumenstrom bezeichnet die Luftmenge, die in Systemen der Raumlufttechnik vorhanden ist. WärmebereitstellungsgradDer Wärmebereitstellungsgrad ist ein Maß für die Temperatur- und Feuchtegewinnung aus der Abluft. WärmebrückenWärmebrücken sind Bereiche der Außenbauteile, bei denen im Vergleich zu
ihrer Umgebung der Wärmestrom besonders hoch ist. Auf diese Weise kann
Luft das Bauteil durchdringen, deren Wassergehalt bei kalten
Außentemperaturen zu kondensieren beginnt. So fördern Wärmebrücken die
Entstehung von Schimmelpilzen in den Bauteilen. Außerdem werden durch
sie die Heizkosten erhöht. Passivhäuser sind daher wärmebrückenfrei zu
errichten. Dies gelingt am sichersten durch eine Wärmedämmung, die das
gesamte Bauwerk einhüllt. Man unterscheidet zwischen geometrischen und konstruktiven Wärmebrücken. WärmedämmverbundsystemWärmedämmverbundsysteme werden zur Dämmung von Außenwänden eingesetzt.
Sie bestehen aus dem Dämmstoff, der an der Wand zu befestigen ist.
Dieser wird dann mit speziellen Putzaufbauten bedeckt. Wärmedurchgangskoeffizientsiehe U-Wert WärmeleitfähigkeitDie Wärmeleitfähigkeit gehört zu den Eigenschaften eines Stoffes. Sie
gibt in Watt an, welcher Wärmestrom durch eine Schicht des Stoffes
hindurchgeht, der 1 m² groß und 1 m dick ist, wenn eine
Temperaturdifferenz von 1 Kelvin herrscht. WärmepumpeEine Wärmepumpe entzieht einem Medium, wie zum Beispiel dem Erdreich,
Wärme, die nach der Weiterleitung durch ein Wärmeträgermedium zur
Beheizung oder Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Dabei ist
die Energiemenge, die zum Betrieb dieser Anlagen benötigt wird
wesentlich geringer, als die bereitgestellte Energie. Die bekannteste
Wärmepumpe des Alltags ist der Kühlschrank, die den Lebensmitteln Wärme
entzieht und diese über die Rückseite an den Raum abgibt. WärmerückgewinnungDie Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnungssystem ist eine der
Grundvoraussetzungen für den erfolgreichen Betrieb eines Passivhauses.
Denn nur durch die Übertragung der Wärme von der Ab- auf die Zuluft
kann der Primärenergiebedarf gesenkt werden. WärmerückgewinnungsgradDer Wärmerückgewinnungsgrad gibt Aufschluss über die Effizienz eines
Wärmetauschers in einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Er ist
einer der wichtigsten Aspekte bei der energetischen Beurteilung der
Haustechnik eines Passivhauses. WärmeträgerAls Wärmeträger bezeichnet man Flüssigkeiten oder Gase, die die Wärme
vom entsprechenden Kollektor zu dem Speicher transportieren. Wärmeübertragende UmfassungsflächeDie wärmeübertragende Umfassungsfläche wird auch Hüllfläche genannt.
Sie stellt die Grenze zwischen beheizten und nicht beheizten Gebieten
dar. Zu den nicht beheizten Zonen gehören zum Beispiel die Außenluft
oder Kellerräume. Die Bauteile der wärmeübertragenden Umfassungsfläche
müssen über eine möglichst gute Dämmung und in ihrer Konstruktion über
möglichst wenige Wärmebrücken verfügen, da nur so die Minderung des
Wärmeverlustes sichergestellt werden kann. WärmeübertragerDieses Bauteil ermöglicht die Wärmeübertragung zwischen zwei Medien
unterschiedlicher Temperatur. Dies funktioniert ohne direkten Kontakt
der Wärmeträger über eine große Transmissionsfläche. WirkungsgradDer Wirkungsgrad gibt das Verhältnis zwischen der gewonnenen nutzbaren
Energie eines Umwandlungsprozesses zu der eingesetzten Energie an.
Angaben des Wirkungsgrades beziehen sich normalerweise auf Strom oder
Wärme. Bei Solaranlagen errechnet sich der Wirkungsgrad aus der Nutzleistung
in Form von Strom oder Wärme und dem einfallenden Strahlungsfluss. WohnflächeDie Wohnfläche ist die Summer aller anrechenbaren Grundflächen von
Räumen einer Wohnung oder eines Gebäudes. Zu den anrechenbaren
Grundflächen gehören alle Grundflächen von Räumen mit einer Mindesthöhe
von 2 Metern, die Hälfte der Grundflächen von Räumen mit einer Raumhöhe
zwischen 1 und 2 Metern und von Zusatzräumen wie zum Beispiel
Wintergärten. Nicht dazu gehören Zubehörräume wie Waschküchen oder
Abstellräume. ZuluftDie Zuluft wird dem Wohnraum aus der Außenluft über das Lüftungssystem temperiert zugeführt. ZuluftventileÜber Abluftventile wird verbrauchte Luft aus Küche, Bad und WC
abgeführt. Wohn- und Schlafräume werden über Zuluftventile mit
temperierter Frischluft versorgt. ZwischensparrendämmungBei dieser Wärmedämmung liegt der Dämmstoff zwischen den Holzsparren. Hierbei stellen jedoch die Sparren eine Wärmebrücke dar.
|