Bewohner eines Passivhauses sind grundätzlich davon befreit, ihrem Wohnraum zusätzliche Heizwärme zuzuführen. Jedoch gibt es auch Ausnahmen. Dies gilt insbesondere in den besonders kalten Wintermonaten. In diesen Zeiträumen reicht die Wärmegewinnung und -erhaltung des Passivhauses nicht aus, um eine angenehme Raumtemperatur zu schaffen.

Der Jahresheizwärmebedarf eines Passivhauses liegt dabei unter 15 kWh/m²a. Damit ist die Wärmemenge gemeint, die pro Jahr verloren geht. Hierbei wurden bereits die Wärmegewinne durch Sonnenenergie, Erdwärme, der Benutzung elektrischer Geräte und der Bewohner abgezogen.
Diese Wärmemenge, die dem Haus durch Nachheizung ohne Berücksichtung der Warmwasserversorgung zugeführt werden muss, entspricht etwa 1,5 Litern Heizöl pro m² beheizter Fläche. Dies bedeutet eine Einsparung von ca 90 % im Vergleich zu einem Gebäude herkömmlicher Bauweise.