Oft wird die Frage gestellt, ob durch den Anbau eines Wintergartens der Energiebedarf des Hauses weiter abgesenkt werden kann. Diese Frage muss grundsätzlich verneint werden. Die Sonneneinstrahlung im Wintergarten führt zwar zu einer gesteigerten Nutzung der solaren Energie. Die damit verbundene Senkung des Energiebedarfs für das Haus ist aber so minimal, dass eine Amortisation innerhalb einer möglichen Nutzungsdauer nicht möglich ist. Dies liegt daran, dass durch die Sonneneinstrahlung lediglich der Wintergarten erwärmt wird. Das angrenzende Zimmer profitiert davon kaum, da die Trennwand durch die Dämmschicht gegen die solare Einstrahlung geschützt ist.
Auf ein Wintergarten muss - unter Beachtung einiger Punkte - beim Passivhaus nicht verzichtet werden.
Nichtsdestotrotz ist der Wohlfühlfaktor, den ein Wintergarten bietet, nicht zu unterschätzen.
Die Konstruktion und der Anbau des Wintergartens sollte aber unbedingt unter Berücksichtigung der Passivhausfunktionsweie erfolgen. So sollten Wanddurchstoßungen so weit wie möglich vermieden werden, um keine zusätzlichen Wärmebrücken zu schaffen. Der Durchgang vom Wohnraum zum Wintergarten sollte fest verschließbar sein, um ungewollte Wärmeströmungen zu vermeiden. Unbedingt sollte auch darauf geachtet werden, dass der Wintergarten nicht die südlichen Fensterfronten ersetzt oder verhindert, da diese für die solaren Erträge nahezu unverzichtbar sind.